C-Kurse

05./06.04.2019 C-Kurs

Improtheater und Hypnotherapie: eine kreative Symbiose

Irene Erbe

 

 

 

 

 

Improvisationstheater heißt gemeinsam und ohne Planung Szenen und Geschichten auf  die Bühne zu stellen die vor den Augen des Publikums, oft auch mit diesem interagierend, spontan entstehen. Jeder Spieler ist dabei gleichzeitig Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Für die Zuschauer sieht das oft aus wie Zauberei. Hinter der Kunst der Improvisation stehen jedoch  ein  intensives Training und eine besondere Grundhaltung. Wie in der Hypnotherapie werden bewusst Trancezustände induziert, welche es erleichtern kreative Prozesse und Entwicklungspotenziale  freizusetzen. 

Improvisationskünstler lernen das Potenzial des Augenblicks blitzschnell zu erfassen, sich maximal aufeinander einzustellen, innere Zensoren auszustellen und ihr Verhaltensrepertoire immer wieder spielerisch  zu erweitern. Körper und Emotionen sind  dem logisch-reflektierendem Verstand  vorangestellt, wer vorausdenkt verpasst die Möglichkeiten des Moments, es wird schneller reagiert als gedacht.  Die Spieler lernen dabei sowohl einander, als auch den eigenen Impulsen zu vertrauen und bewusst Risiken einzugehen.  Fehler werden dabei zu  „happy accidents“, die oft zu neuen  charmanten Wendungen  führen. Akzeptanz, Fehlertoleranz und Körpergegenwart sind hier zentrale Begriffe. 

Improvisation ist wie gemeinsame handelnde  Imagination, es geht nicht darum originelle Ideen bewusst  hervorzubringen und sich dabei selbst zu feiern, sondern dem Fluss der Geschichte zu folgen und  die   Mitspieler in ihrem  Tun zu unterstützen und damit „gut aussehen“ zu lassen.  Die Spieler werden damit vom Druck der Selbstdarstellung befreit, Improvisation ist immer kollaborative Kreativität. 

Im therapeutischen Kontext lassen sich die Techniken des Improtheaters vielfach einsetzen. Sie sind ein ideales Werkzeug zur Ressourcenaktivierung, Emotionsregulierung, Stärkung des Körperbewusstseins  und Steigerung der sozialen Kompetenz. Der spielerische Ausstieg aus festgefahrenen Mustern ermöglicht es sowohl dem Klienten Handlungsalternativen zu finden  als auch dem Therapeuten neue kreative Wege für den jeweiligen Klienten  zu finden. 

Letztlich geht es immer darum im Vertrauen auf die eigenen Ressourcen,   Kontrollmechanismen aufzugeben und damit   neue  Entwicklungspotenziale  und Lösungsmuster freizulegen. Die Grundhaltung ist dabei immer positiv, so dass eine heilsame Freude entsteht. 

Über den Weg der Selbsterfahrung lernen die Teilnehmer in diesem besonderen Erfahrungsraum Übungen und Methoden kennen, welche sie auch unmittelbar im Einzel- und Gruppensetting mit Klienten anwenden können.

Personenbeschreibung:

Vita: Studium der Erziehungswissenschaften, Philosophie und Romanistik, seit 2005 niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Berlin, Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie und EMDR.

1999 lebte Irene Erbe für ein Jahr in Venezuela und arbeitete in einem Kinder- und Jugendzentrum in den Armenvierteln von Caracas. Dort spielte sie mit Kindern täglich Theater und es entstand der Wunsch sowohl therapeutisch als auch darstellerisch mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Seit 2003 spielt sie aktiv Improvisationstheater in der immer größer werdenden Improvisationstheater-Szene Berlin. Mit der Verbindung von Improvisation und Therapie beschäftigt sie sich schon seit Beginn ihrer Ausbildung zur Psychotherapeutin.

 

Seminargebühren: 290 €, (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zeiten: Freitag:  14.00-20.30 Uhr

Samstag: 9.00- 17.00 Uhr

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt

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17./18.05.2019 C-Kurs

Humor im Ernst: Scham-los und Würde-voll

Hypnotherapie mit Kindern und Jugendlichen bei Ängsten, Zwängen, Null-Bock und Schulverweigerung

Dr. phil. Peter Hain

 

 

 

 

 

 

Hypnosystemische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Ängsten, Zwängen und anderen Problemressourcen.

Bei der therapeutischen Arbeit mit Humor geht es darum, dieses psychologische Potential emotional und kognitiv zu entwickeln und nutzbar zu machen. Gemeinsam entwickelter Humor ist im Rahmen professioneller Beratung und Therapie sowohl eine empathische Zumutung wie auch eine ressourcenorientierte Herausforderung.

In der Arbeit mit Jugendlichen ist es für den Therapeuten oft unumgänglich, eine Position einzunehmen, die Frank Farrelly als „Advocatus Diaboli“ beschrieben hat.

Humorvoll provokative Interventionen entfalten im Rahmen eines empathischen Zugangs eine nachhaltig suggestive Wirkung (befreiend und stärkend), schaffen Distanz zum Problemverhalten und ermöglichen es, bestehende Muster, Wertungen und selbsthypnotische Induktionen zu entdecken und für angestrebte Veränderungen nutzbar zu machen.

«Schlimmer geht immer – besser auch!»

Die Arbeit in Bildern und gemeinsam entwickelten „Lösungsgeschichten“ kann darüber hinaus die innere Beweglichkeit fördern, einen genussvolleren Zugang zu alten und neuen Ressourcen bieten und helfen, den als problematisch erlebten Kontext einzubeziehen und umzudeuten.

Theorie & Praxis: Humor – und Emotionsforschung, das hypnosystemische «Beziehungsdreieck», Inframing, Provocative Therapy, Fallbeispiele u. Live-Demonstrationen.

Personenbeschreibung:

Peter Hain, Dr.phil., M Sc.,

Fachpsychologe für Psychotherapie & für Kinder- und Jugendpsychologie FSP. 

Private Praxis in Zürich und Bremgarten (AG) für Einzel-, Paar- und Familientherapie

(Kinder, Jugendliche und Erwachsene), Coaching und Supervision (Einzel, Gruppen und Organisationen). Gründungsmitglied und Ausbilder der Gesellschaft für klinische Hypnose Schweiz, ghyps, Supervisor und Dozent an systemischen Ausbildungsinstituten, Supervisor pca (person centered approach). 

Organisator der Hypnosystemischen Tagungen in Zürich (2010, 2012 u. 2015).

Wissenschaftl. Leitung der Kongresse über die Heilkraft von Lachen und Humor in Medizin und Psychotherapie in Arosa, Basel und Bad Zurzach (1996 – 2006). 

Gründungspräsident von HumorCare, Gesellschaft zur Förderung von Humor in Therapie, Pflege und Beratung, Ehrenpräsident von HumorCare Schweiz. 

Diverse Veröffentlichungen, Buchautor (Das Geheimnis therapeutischer Wirkung,

Carl Auer 2001, e-book 2012).

www.drhain.ch 

 

Seminargebühren: 290 €, (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zeiten: Freitag:  14.00-20.30 Uhr

Samstag: 9.00- 17.00 Uhr

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt

 

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20./21.09.2019 C-Kurs

Eigentlich bin ich ja ganz anders…

Hypnotherapeutische Tools für Kids in jedem Alter 😉

Selbsthypnose zur Affekt- und Selbstregulation in kritischen Situationen

Dipl. Psych. Hiltrud Bierbaum-Luttermann

 

Impulsives Handeln, überschießende Reaktionen, Zorn, Wut, Angst und Panik, Unruhe… kurz:  „Zuviel Desgleichen“ sind Bestandteil vieler Bewältigungsversuche in als belastend erlebten Situationen.  In dem praxisorientierten Workshop werden Konzepte zum Selbst-Verständnis, zur besseren Selbstwahrnehmung, Stärken von Ressourcen und Umgang mit scheinbar autonom agierenden Anteilen vermittelt und durch praktisches Vorgehen vertieft. 

Angewandte Interventionen sind: bedürfnisorientierte Teilearbeit, Metakommunikation, Anleitung zur Selbst-Hypnose, Impact-Induction, Nutzen von Embodiment und Ressourcen unter Einbeziehung des gesamten Organismus (Body- und Mind-Set)

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Bildschirmfoto 2013-04-09 um 10.33.58 PM (2)

 

Seminargebühren: 290 €, (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zeiten: Freitag:  14.00-20.30 Uhr

Samstag: 9.00- 17.00 Uhr

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt