C-Kurse

23./24.08.2019 Dipl.-Psych. Hiltrud Bierbaum-Luttermann

Eigentlich bin ich ja ganz anders...

Hypnotherapeutische Tools für Kids in jedem Alter ;)

Selbsthypnose zur Affekt- und Selbstregulation in kritischen Situationen

Impulsives Handeln, überschießende Reaktionen, Zorn, Wut, Angst und Panik, Unruhe... kurz: „Zuviel Desgleichen“ sind Bestandteil vieler Bewältigungsversuche in als belastend erlebten Situationen.

 

In dem praxisorientierten Workshop werden Konzepte zum Selbst-Verständnis, zur besseren Selbstwahrnehmung, Stärken von Ressourcen und Umgang mit scheinbar autonom agierenden Anteilen vermittelt und durch praktisches Vorgehen vertieft.

 

Angewandte Interventionen sind: bedürfnisorientierte Teilearbeit, Metakommunikation, Anleitung zur Selbst-Hypnose, Impact-Induction, Nutzen von Embodiment und Ressourcen unter Einbeziehung des gesamten Organismus (Body- und Mind-Set)

 

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.



Seminargebühren: 290,00 € (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zeiten: Freitag - 14:00 - 20:30 Uhr / Samstag - 9:00 - 17:00 Uhr

 

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt


21./22.02.2020

Irene Erbe

Improtheater und Hypnotherapie: eine kreative Symbiose

Im therapeutischen Kontext lassen sich die Techniken des Improtheaters vielfach einsetzen. Sie sind ein ideales Werkzeug zur Ressourcenaktivierung, Emotionsregulierung, Stärkung des Körperbewusstseins und Steigerung der sozialen Kompetenz. Der spielerische Ausstieg aus festgefahrenen Mustern ermöglicht es sowohl dem Klienten Handlungsalternativen zu finden, als auch dem Therapeuten neue kreative Wege für den jeweiligen Klienten zu finden. 

Improvisationskünstler lernen das Potenzial des Augenblicks blitzschnell zu erfassen, sich maximal aufeinander einzustellen, innere Zensoren auszustellen und ihr Verhaltensrepertoire immer wieder spielerisch zu erweitern. Körper und Emotionen sind dem logisch-reflektierendem Verstand vorangestellt. Wer vorausdenkt, verpasst die Möglichkeiten des Moments. Es wird schneller reagiert als gedacht. Die Spieler lernen dabei sowohl einander, als auch den eigenen Impulsen zu vertrauen und bewusst Risiken einzugehen. Fehler werden dabei zu „happy accidents“, die oft zu neuen, charmanten Wendungen führen. Akzeptanz, Fehlertoleranz und Körpergegenwart sind hier zentrale Begriffe. 

Improvisation ist wie gemeinsame handelnde Imagination. Es geht nicht darum originelle Ideen bewusst hervorzubringen und sich dabei selbst zu feiern, sondern dem Fluss der Geschichte zu folgen und die Mitspieler in ihrem Tun zu unterstützen und damit „gut aussehen“ zu lassen.  

Letztlich geht es immer darum im Vertrauen auf die eigenen Ressourcen neue Entwicklungspotenziale und Lösungsmuster freizulegen. Über den Weg der Selbsterfahrung lernen die Teilnehmer in diesem besonderen Erfahrungsraum Übungen und Methoden kennen, welche sie auch unmittelbar im Einzel- und Gruppensetting oder mit Familien anwenden können.

Personenbeschreibung

 

Vita: Studium der Erziehungswissenschaften, Philosophie und Romanistik, seit 2005 niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Berlin, Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie und EMDR.

 

1999 lebte Irene Erbe für ein Jahr in Venezuela und arbeitete in einem Kinder- und Jugendzentrum in den Armenvierteln von Caracas. Dort spielte sie mit Kindern täglich Theater und es entstand der Wunsch sowohl therapeutisch als auch darstellerisch mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Seit 2003 spielt sie aktiv Improvisationstheater in der immer größer werdenden Improvisationstheater-Szene Berlin. Mit der Verbindung von Improvisation und Therapie beschäftigt sie sich schon seit Beginn ihrer Ausbildung zur Psychotherapeutin.



Seminargebühren: 290,00 € (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: Wielandstraße 43, 12159 Berlin

Zeiten: Freitag - 14:00 - 20:30 Uhr / Samstag - 9:00 - 17:00 Uhr

 

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt


12./13.06.2020 Dr. phil. Silvia Zanotta

Von Ohnmacht zu Stärke und Freude – der Umgang mit Scham und Wut mit Ego-State-Therapie und Körperwissen bei Kindern und Jugendlichen

Scham ist eine überaus schmerzhafte und machtvolle menschliche Emotion. Sie ist bei allen Menschen und Säugetieren vorhanden, über alle Kulturen hinweg, und beeinflusst das Leben entscheidend. Obwohl Scham so zentral ist, ist sie wenig bewusst, wird verborgen oder geheim gehalten. Einerseits gibt es nur wenige Forschungen zu Scham, andererseits wird Scham häufig verwechselt mit Angst, Wut oder Ekel, hinter denen sie sich versteckt. Alle Pathologien, die mit Selbstverurteilung oder Selbstabwertung zusammen hängen, haben mit Scham zu tun. Scham ist auch eng verbunden mit Trauma. Deshalb ist es bei der Traumabehandlung essentiell, die Scham zu beachten, zu entwirren, zu lösen. Dabei muss der Therapeut berücksichtigen, wie verwundbar Menschen mit Scham sind, wie leicht sie (wieder) beschämt werden und wie vorsichtig dieses Thema in der Therapie angegangen werden muss. Tiefe Scham ist gleichbedeutend mit Kollaps und komplettem Energieverlust, begleitet von Gefühlen der Hilf- und Hoffnungslosigkeit.

 

Neben einigen theoretischen neurophysiologischen Erläuterungen wird Silvia Zanotta in diesem praxisnahen Workshop zeigen, wie Kinder und Jugendliche von der Ohnmacht und Immobilität in eine Alpha-Physiognomie der gesunden Selbstbehauptung finden können, hin zum Gegenpol von Stärke, Freude, Würde. Dabei verbindet sie die Ego-State-Therapie mit somatischen Zugängen.

 

Der Schwerpunkt dieses praxis- und übungsorientierten Seminars liegt beim Umgang mit schwierigen, komplexen oder festgefahrenen Prozessen und Situationen. Dazu gehören nicht nur die Arbeit mit Widerstand und sabotierenden, zerstörerischen Anteilen, die erfahrungsgemäß Therapeuten herausfordern, sondern auch die Bewältigung relevanter Erschwernisse wie Wut, Scham, Schuldgefühle und somatische Ego-States.

 

Inhalt

  • Festgefahrene Therapieprozesse
  • Umgang mit zerstörerischen Ego-States
  • Arbeit mit komplexen und frühkindlichen Traumatisierungen
  • Scham
  • Wut
  • Schuldgefühle
  • Widerstand (der Saboteur lässt nicht locker)
  • Fallbesprechung

 

Methoden

Neben dem Vermitteln des theoretischen Hintergrunds werden verschiedene Fallbeispiele vorgestellt und auch von Teilnehmern präsentierte Fälle und Fragen diskutiert. Live-Demonstrationen und das Üben in Kleingruppen ermöglichen praxisnahes Lernen und vermitteln Kompetenz im Umgang der in der Ego-State-Therapie immer wieder auftauchenden komplexen Anforderungen.

 

Ziele

Die Teilnehmer sollen die wichtigsten Schritte in der Arbeit mit ungeliebten und zerstörerischen Ego-States und festgefahrenen Therapiesituationen vertiefend üben, anhand eigener Fallbeispiele und in der Kleingruppe.

Personenbeschreibung

 

Dr. phil. Silvia Zanotta arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in Zürich, Schweiz. Sie hat neben personenzentrierter Psychotherapie (Carl Rogers), klinischer Hypnose (Milton Erickson), Psychoimaginativer Traumatherapie PITT und Ego-State-Therapie (John und Helen Watkins) auch in Somatic ExperiencingÆ (Peter Levine) und Resource Therapy zertifiziert und ergänzt dieses ganzheitliche Spektrum mit energetischer Psychologie/Klopfakupressur. Spezialgebiete sind die Behandlung von posttraumatischem Stress, Angst, Phobie, Zwang und Autismus sowie die Kombination von Ego-State-Therapie und Hypnose mit somatischen Methoden.

 

Silvia Zanotta hat an verschiedenen internationalen Kongressen in der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Kanada sowie Südafrika über Trauma, Ego-State-Therapie und deren Spezialgebiete referiert und unterrichtet in verschiedenen europäischen Ländern. Sie ist Ausbilderin, Supervisorin sowie Gründerin und Co-Leiterin der Ego-State-Therapieausbildung in der Schweiz.

 

www.egostatetherapie.ch



Seminargebühren: 290,00 € (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zeiten: Freitag - 14:00 - 20:30 Uhr / Samstag - 9:00 - 17:00 Uhr

 

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt


02./03.10.2020 Dipl. Psych. Andrea Kaindl

Vom Wohlfühlort zum Wachhund der Gesundheit - Hypnotherapie zur Behandlung chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter

Immer häufiger leiden Kinder und Jugendliche unter funktionellen Kopf- oder Bauchschmerzen. In der Behandlung dieser Schmerzstörungen greifen verhaltenstherapeutische Strategien mit dem Ziel der Schmerzbewältigung oft zu kurz. Hier bietet die Hypnotherapie von der „klassischen“ Hypnose zur Schmerzlinderung bis zum hypnosystemischen Reframing der Schmerzen als „Wachhund der Gesundheit“ neue Therapie-Optionen.

Im Seminar werden zunächst kurz die physiologischen Mechanismen der Schmerzwahrnehmung und die bio-psycho-sozialen Modelle der häufigsten kindlichen Schmerzstörungen vorgestellt. Daraus lassen sich dann differenziert die möglichen hypnotherapeutischen Interventionsansätze ableiten. 

Es werden zwei Metaphern zur Psycho-Edukation (Das Schmerztor/ Der Wachhund der Gesundheit) präsentiert und in ihrer Anwendbarkeit für unterschiedliche Zielgruppen verglichen. 

Darauf aufbauend werden verschiedene hypnotherapeutische Strategien zur Behandlung chronischer Schmerzen, die sich im Praxisalltag bewährt haben, entweder als Gruppentrance oder an einem Teilnehmer-Beispiel demonstriert und anschließend eingeübt. 

Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern einen ganzen Werkzeugkasten verschiedener Techniken und Strategien an die Hand zu geben, um dann junge Patienten und deren Eltern kompetent und wirksam unterstützen zu können.

Personenbeschreibung

Andrea Kaindl, Diplom-Psychologin, Fort- und Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, strategischer Kurzzeittherapie, Klinischer Hypnose (MEG) Psychoonkologie (DKG) und Spezieller Schmerzpsychotherapie (Deutsche Schmerzgesellschaft). 

Seit 2000 Durchführung von  „Kopfschmerzgruppen“ ,

seit 2011 Durchführung von Schmerzgruppen für Kinder und Jugendliche  nach dem eigenem Konzept  „Alles im Kopf!“

seit 2014 Durchführung von Beratungen, Einzel- und Gruppentherapie im Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik Dritter Orden in München

seit 2005 Privatpraxis für Psychotherapie in Germering (Schwerpunkt: Psychosomatik/ Psychoonkologie)

 

Literatur:

Andrea Kaindl (2017): „Chillen unterm Sorgenbaum – chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Ein verhaltens- und hypnotherapeutisches Behandlungsmanual“.  Carl Auer Systeme

Andrea Kaindl (voraussichtlich Herbst 2019): „Schmerz pass auf! – ein Hilfspaket für Kinder und Eltern“ (Arbeitstitel). Carl Auer Lebenslust



Seminargebühren: 290,00 € (270,00 € für MEG Mitglieder)

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zeiten: Freitag - 14:00 - 20:30 Uhr / Samstag - 9:00 - 17:00 Uhr

 

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt